In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Eine zentrale Frage der Gegenwart ist, was passiert, wenn wir Gestaltungsprozesse ganz oder teilweise an generative KI auslagern oder generative KI in Designprozesse integrieren. In diesem Seminar vergleichen wir daher die Logik und Funktionsweise generativer KI-Tools mit den Prinzipien menschlicher Gestaltungspraxis, wie sie in der Designtheorie der letzten Jahrzehnte beschrieben wurden. Dabei diskutieren wir zugleich unsere eigenen Erfahrungen in der Nutzung generativer KI. Das Seminar ist als ein gemeinsamer und ergebnisoffener Forschungsprozess angelegt, der auf den Gedanken und Erfahrungen aller Teilnehmenden beruht.
Im ersten Teil des Seminars beschäftigen wir uns mit aktuellen Texten zur Funktionsweise generativer KI und ihrem Verhältnis zu menschlicher Kognition und Autorschaft. Zunächst nehmen wir die Entstehungs- und Funktionsweise generativer KI in den Blick, spezifisch von Large Language Models sowie Tools zur Bildgenerierung und Visualisierung. Anschließend betrachten wir zentrale Debatten zum Verhältnis von KI zu menschlicher Kognition und Autorschaft: die Frage, inwiefern KI mit syntaktischen Verhältnissen operiert ohne …
Das Kolloquium Visuelle Kulturen richtet sich an Studierende, die im BA, im MA und im Diplom ihre theoretische Abschlussarbeit schreiben. Es findet alle zwei Wochen vierstündig statt. Darin werden laufende Abschlussarbeiten betreut und in Gruppe diskutiert.
Freitags 10-14 Uhr - Termine:
23. Oktober
6. November
20. November
4. Dezember
15. Januar
22. Januar
5. Februar
Theorie und Geschichte
Forschungs-Kolloquium MA
Die aktuelle Diskussion um künstlerische oder gestalterische Forschung nimmt das Kolloquium zum Anlass, um über ›forschende‹ – das heißt theoretische, diskursive oder epistemische – Anteile im theoretischen MA- oder Diplom-Projekt nachzudenken und aus dieser Reflexion geeignete Formate und Medien der Artikulation für diese forschende Tätigkeit zu entwickeln. Weil KünstlerInnen und GestalterInnen selber ›forschen‹, geht es hier weniger darum, ihre praktische Arbeit zu reflektieren als ›practice-based‹ in ihren eigenen Medien und Formaten zu reflektieren. Diese Vernetzung zwischen Theorie und Praxis, Kunst und Wissenschaft, Wissenschaft und Design begreift die künstlerische und gestalterische Arbeit als einen Ort der Wissensproduktion, die von Theorien, Konzeptionen und Begriffen nicht zu trennen ist.
TERMINE WiSe 2026/27
19.10.
1.11.
15.11.
30.11.
7.12.
Theorie und Geschichte
Medien | Ästhetik
Die Fragen nach Faschismus, Antifaschismus und Tendenzen der Faschisierung sind Schlüsselfragen unserer Zeit. Um in der zeitgenössischen Debatte den Überblick nicht zu verlieren, schlägt das Seminar – gemeinsam mit der preisgekrönten Ausstellung von 2025 »Surrealismus + Antifaschismus« im Lenbachhaus München – eine historisierende Perspektive vor: Es werden Theorien und künstlerische Interventionen thematisiert, die eine Archäologie des Faschismus und der Faschisierung versuchen. Bei dieser künstlerischen und theoretischen Erforschung von Faschismus und Kolonialismus geraten insbesondere Kunstrichtungen wie der Surrealismus sowie dissidente Institutionen wie das Pariser Collège de Sociologie (1937-39) in den Blick, das faschisierende Tendenzen auch in Literatur und Poesie, in der Religions- und Kulturgeschichte aufspürte, aber seine Untersuchungen auch auf benachbarte Bereiche wie die Ambiguität des Heiligen erweiterte. Schließlich interessierte sich nicht nur das Collège für Bruderschaften, Orden und Geheimgesellschaften als Brutstätten des Faschismus, sondern neuerdings auch die posthumanistische Dark Enlightenment und Big Tech, womit das Seminar wieder in der Gegenwart …
Ein künstlerisch-forschendes Blockseminar zu kuratorischen Ansätzen zeitgenössischer Kunstinstitutionen von Mona Jas in Zusammenarbeit mit Barbara Campaner (Georg Kolbe Museum) und Claudia Ehgartner (Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart).
Das Blockseminar untersucht zeitgenössische Formen des Kuratierens und fragt, wie sich gesellschaftlicher Wissenstransfer in Ausstellungsformaten künstlerisch umsetzen lässt. Ausgangspunkt bildet Eva Sturms Konzept einer Kunstvermittlung von Kunst aus: Kuratieren und Mitteln setzen bei der Eigenlogik der Werke an und führen zu ihnen zurück. Die Studierenden erproben diese Bewegung forschend an zwei Häusern vor Ort: dem Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart mit der Ausstellung Lina Lapelytė. We Make Years Out of Hours und dem Georg Kolbe Museum mit der Ausstellung everybody. Dazu werden die Ausstellungen von Rivane Neuenschwander, dream.lab, und von Carola Dertnig, Finally it’s Happening, im KinderKunstLabor für zeitgenössische Kunst (Österreich, St. Pölten) thematisiert.
Das Seminar knüpft an das gleichnamige Forschungsvorhaben (in Kollaboration mit der Universität der Angewandten Kunst Wien) an, das Performance und …
Herzlich willkommen zum Seminar „Critical Discourse“!
Dieses Seminar richtet sich an alle Kunst- und Designstudierenden (mit Ausnahme von Produkt- und Textildesign) in den ersten vier Semestern. Ziel des Seminars ist eine Einführung in das wissenschaftliche Schreiben sowie die Erkundung der Verbindung zwischen eurer künstlerischen Praxis und dem Schreiben.
Die einzelnen Termine haben unterschiedliche Themenschwerpunkte und bauen aufeinander auf. Am Ende des Seminars ist die schriftliche Abgabe einer Mini-Hausarbeit vorgesehen.
Ja, Fragen wie „Was heißt eigentlich wissenschaftlich arbeiten?“, „Was ist wissenschaftliches Lesen und Schreiben?“, „Wie gehen wir mit Quellen und Zitaten um?“ oder „Was ist ein Exposé?“ klingen zunächst trocken und scheinen auf den ersten Blick wenig mit künstlerischer Arbeit zu tun zu haben. Das Finden einer Forschungsfrage jedoch und der Weg dorthin sowie die Recherche und der Umgang mit dem entstehenden Material bieten großes Potenzial und lassen sich individuell gestalten. Darum wird es gehen: Neben grundlegenden Fragen wollen wir Wege finden, den vielen …
Theorie und Geschichte
Geschichte Visueller KulturenTheorie und Geschichte
Medien | Ästhetik
[engl. below]
Das Seminar untersucht Kunst als Praxis der Bewegung: von Bildern, Körpern, Gedanken, Dingen und Wissen durch Städte, Institutionen, Grenzen und gesellschaftliche Räume. Ausgangspunkt ist ein kurzer Einblick in historische Wanderausstellungen der UNESCO (späte 1940er- bis 1980er-Jahre), die Kunstreproduktionen und künstlerische Arbeiten international zirkulieren ließen. Anhand ausgewählter Kataloge – etwa zu „Japanischen Holzschnitten“, „Chinesischer Malerei“, „Die Kunst des Schreibens“, „Afrikanischer Kunst“ oder den „Künsten Ozeaniens“ sowie Süd- und Mittelamerikas – fragen wir nach Ausstellung, Reproduktion und kultureller Vermittlung jenseits etablierter Museumsräume.
Den Schwerpunkt bildet die selbständige künstlerische Forschung der Studierenden. Ausgehend von eigenen Interessen (und angelehnt an das historische Material) entwickeln die Teilnehmenden individuelle oder kollaborative Projekte, erproben künstlerische Formen und reflektieren ihre Prozesse regelmäßig. Möglich sind Arbeiten im Stadtraum sowie performative, fotografische, filmische, kartografische, textuelle, installative oder archivbasierte Ansätze. Entscheidend ist nicht ein bestimmtes Medium, sondern eine präzise Fragestellung und eine forschende künstlerische Praxis.
Ein gemeinsames Ziel ist es, ein eigenes …
Theorie und Geschichte
Medien | Ästhetik
8.6.15:00 Vorbereitungstreffen Professorenmensa
6.-8.10. Exkursion
Die Biennale der verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh (1967-2025) versucht mit Ausstellungen »in Moll« auf die gegenwärtige Weltlage zu reagieren. Unmittelbar vor Vorlesungsbeginn des Wintersemesters 2026/27 werden wir die Ausstellungen der Biennale und diverse Collateral Events diesmal ohne vorbereitendes Seminar gemeinsam besuchen, besprechen und vertiefen. Dabei wird nicht nur eine Ausstellung »in Moll« betrachtet, sondern es werden auch diverse methodische Aspekte berücksichtigt und diskutiert wie die (Un-)Möglichkeit der Betrachtung und Bewertung von zeitgenössischer Kunst, die Kriterien dieser Urteile sowie die Verstrickungen eines globalen Kunstsystems. Diese Fragen werden anhand von Referaten vor einzelnen Arbeiten der Biennale sowie der nationalen Pavillons gestellt, die von den Teilnehmenden zu erstellen sind.
Referate
Die Referate sind Teilnahmebedingung für die Exkursion sowie für die Theorie-Credit-Vergabe. Jede/r muss ein Referatsthema übernehmen und am 8.6. bei dem Treffen festlegen. Gewöhnlich sind das Referatsthemen zu den Länderpavillons oder zu Künstler:innen der Biennale-Ausstellung in den Giardini und in den Arsenale, …
Performance, as a live and time-based form, presents particular opportunities for curatorial practice. Unlike an artwork that can be encountered repeatedly within a museum or gallery, a performance is shaped by its duration, context, audience, and the specific conditions in which it takes place. This seminar will examine how performance can be curated, presented, contextualized, and mediated within different institutional and exhibition formats.
The seminar will begin with a brief introduction to the history and changing meaning of curating, followed by an examination of the emergence of performance within museums, galleries, biennials, and other exhibition contexts. Particular attention will be given to the relationship between the curator, the artist, the institution, and the audience, as well as to questions of authorship, documentation, and spectatorship.
Further sessions will focus on concepts such as Claire Bishop’s “Gray Zone” and Nicolas Bourriaud’s “Relational Aesthetics,” considering their influence on contemporary exhibition-making as well as the critical debates …
Prof. Dr. Petra Leutner, Vorlesung „Kostümkunde 1 – Von der Antike bis zum Mittelalter“
Die historische Entwicklung von Mode, Textil und Kleidung ist ein weites Feld und bietet viele Überraschungen. Es gibt unerwartete Beziehungen zwischen Gegenwart, Geschichte und Tradition. Die Figur und die Kleider der vorzeitlichen minoischen Schlangengöttin wirken erstaunlich modern, und die Formen mittelalterlicher Trompetenärmel können wir problemlos in zeitgenössischen Modekollektionen wiederfinden. Zudem sind die Verbindungen zwischen Religion, Politik und Kleidung von großer Bedeutung. Wir untersuchen die Entwicklung von den archaischen Anfängen der Kultur bis zum Ende des Mittelalters und dem Beginn der Renaissance.
Wir werden gemeinsam folgende Fragen diskutieren und beantworten: Wie werden Form, Material und Gestalt von Textilien überhaupt überliefert? Ab wann gibt es frühe Zeugnisse? Wie verändert sich Kleidung im Laufe der Geschichte und zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Voraussetzungen kann man überhaupt von „Mode“ sprechen? Wie haben sich genderkonforme Kleiderkonventionen herausgebildet und verändert? Was wissen wir …
In der Vorlesung betrachten wir zentrale Themen und Schlüsselkonstellationen der Designgeschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und stellen die Frage nach der Bedeutung von Designgeschichte für eure eigene Gestaltungspraxis.
Nachdem wir uns zunächst darüber verständigt haben, wann Designgeschichte überhaupt beginnt, bewegen wir uns in drei Themenblöcken in Richtung Gegenwart.
Im ersten Block – Moderne – betrachten wir, wie Industrialisierung und Massenproduktion Design als die Disziplin hervorbringen, die wir heute kennen; wie zugleich die Arts-and-Crafts-Bewegung die industrielle Massenproduktion aus ethischen und ästhetischen Gründen kritisiert; wie sich in den Stahlrohrmöbeln und der Frankfurter Küche die Gestaltungs- und Raumkonzepte der Moderne zeigen; und wie der Bauhaus-Vorkurs die Designausbildung revolutioniert hat und wie diese Konzeption auch die KHB Weißensee bis in die Gegenwart prägt – nämlich in Form des künstlerisch-gestalterischen Grundlagenjahrs.
Im zweiten Block – Nachkriegsmoderne/Postmoderne – betrachten wir, wie die Ideen und Prinzipien moderner Gestaltung in der Zeit nach dem Zweiten …