Incom ist die Kommunikations-Plattform der weißensee kunsthochschule berlin

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

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Luft nach oben; Typografie im Stadtraum

nur für Incom-Mitglieder

Im Frühling erleben wir die Stadt wieder stärker draußen. Berlin ist ein vielschichtiger, hybrider semiotischer Raum, dessen visuelle Gestaltung mal unter die Lupe genommen werden kann. Alle, die sich in der Stadt bewegen, brauchen Orientierung und gute Gestaltung – besonders bei geänderten Wegen durch Baustellen, beim Gang zu Ämtern oder über digitale Portale. Dabei ist, gelinde gesagt, noch Luft nach oben. Im Stadtraum begegnen uns Absurditäten, Hindernisse bis hin zu gefährlichen Situationen, aber auch effektive, humorvolle, hässliche oder schöne Texte und Zeichen. Typografie prägt, ähnlich wie Architektur, maßgeblich, wie eine Stadt wirkt: einladend oder abweisend. Neben offiziellen Mitteilungen gestalten übrigens auch temporäre, individuelle, subkulturelle und historische Texte das Stadtbild mit.

Im Projekt untersucht ihr Typografie und visuelle Kommunikation im öffentlichen Raum. Öffentliche Räume gibt es viele, und sie gehören uns allen: Museen, Ämter, Bibliotheken, Schwimmbäder, Parks, Friedhöfe, Straßen und Plätze. Berlin bietet viele Flächen für Mitteilungen, z.B. die typischen blinden Hauswände. In den ersten drei Wochen legt ihr eure Themen fest, wählt einen Ort, mehrere Orte oder eine Route (Lauf-, Fahrrad- oder U-/S-Bahn-Strecke) und analysiert diese aus Sicht von Grafikdesign und Typografie. Daraus können Dokumentationen, visuelle Essays, Leitsysteme oder Interventionen entstehen. Ihr könnt auch persönliche Stadt­erlebnisse visualisieren oder schon angegangene Themen, z.B. bestimmte Aktionen weiterentwickeln. Die Arbeit kann individuell oder in kleinen Teams stattfinden.

Begleitend gibt es zwei Workshops im Zeitraum vom 22. Mai bis zum 5. Juni:

Animated Typedesign / Variable Type in Glyphs (Lena Weber) und Editorial Design (Vanessa van Dam). Die Workshops unterstützen euch bei euren Projekten und bieten eine gute Grund­­lage für Studium und Beruf. Außerdem laden wir einige Gäste ein, die sich mit Typografie im öffentlichen Raum beschäftigen – und uns ihre Arbeitsweisen und Methoden vorstellen.

Literature recommendations

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About Berlin

Detlef Bluhm, Rainer Nitsche, Berlin ist das Allerletzte

Christopher Isherwood, Goodbye to Berlin

Walter Benjamin, Berliner Kindheit

Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz

Mikael Ross, Der verkehrte Himmel

Birgit Hoyer, Martin Jankowski Nachtbus nach Mitte: Berliner Gedichte von heute

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About Design and Typography in Public Space

Erik Hannerz and Peter Bengtsen, Urban Creativity – Essays on interventions in public space.

Julia Blume, Pierre Pané-Farré and Fred Smeijers, F_rom the book to the streets: large type in public space._

M. Meredith and H. Sample, Public Spaces, NY. (https://doyoureadme.de)

Artem Velychko, Typography in Public Spaces: The Power of Design for Democracy https://medium.com/@artm.design/typography-in-public-spaces-

Ruedi Baur and Sébastien Thiérey, Civic City, Head Genève, EnsadLab (eds.) Don’t Brand My Public Space!

Basheer Graphic Books, Type Spaces: Typography in a Three-Dimensional Space.

Isabelle Camarieux, Malte Martin, Agrafmobile

Malte Martin, _Out of The Corner of The Ey_e

Fachgruppe

Visuelle Kommunikation

Semesterprojekt

Projektbegleitende Vertiefung

Semester

Sommersemester 2026

Wann

Montag, 13:30 – 17:00

Mittwoch, 10:00 – 13:00

Erster Termin

08.04.2026

Raum

C 305

Archivierung

Relevanter Community-Workspace / wird nicht reduziert

Lehrende